Entspannung in der Nordkorea-Krise?

 Dieser Artikel setzt die Kenntnis über die angespannte Lage vom 16. Oktober 2017 voraus und beschreibt, wie sich die Nordkorea-Krise seither weiterentwickelt hat.

Die Nordkorea-Krise dreht sich rund um Raketen und Atombomben.
Wird die Nordkorea-Krise durch Raketenstarts verschärft?

Wende zum Guten in der Nordkorea-Krise

Einmal mehr scheint sich eine hoffnungslos erscheinende Situation zum Guten zu wenden. Ich erwarte trotz den verifizierten Ankündigungen von Raketenstarts in Richtung Guam und Gerüchten über die erfolgte Startfreigabe für über 30 Raketen keinen Start einer nordkoreanischen Rakete mehr. Die Manöver der USA und ihrer Verbündeten mit über 40 Kriegsschiffen vor der Küste Nordkoreas halten zwar noch an, Kim Jong-Un wird sich jedoch zurückhalten. Der Grund für seine Zurückhaltung ist einfach: Kim Jong-Un hat in den letzten Tagen mehr erreicht, als er sich unter den gegebenen Umständen erhoffen durfte.

Die Welt will die Nordkorea-Krise mit Diplomatie lösen

Die Ankündigung vor der UNO durch den nordkoreanischen Vize-UNO-Botschafter Kim In Ryong, dass die Raketen Nordkoreas in der Lage seien, die USA und grosse Teile Europas zu erreichen, und die Zusicherung, dass keine Atombomben auf Länder fallen werden, die an einem Angriff auf Nordkorea unbeteiligt sind, haben vor allem in den USA unter der Bevölkerung Angst geschürt. Südkorea und Japan fordern von den USA vehement, die Koreakrise auf diplomatischem Weg zu lösen. Da nach einem Angriff Nordkoreas auf die USA für die NATO der Bündnisfall ausgerufen würde, kommt ebenfalls Druck aus Europa auf die USA zu. Die Europäer wollen nämlich nicht Zielscheibe für eine nordkoreanische Atombombe werden. Europa ist mit seiner Raketenabwehr lange nicht so gut geschützt wie die USA, Südkorea und Japan. 

Warum braucht Nordkorea Atomwaffen?

Die Atomwaffen Nordkoreas dienen der Abschreckung und sollen Nordkorea davor schützen, angegriffen zu werden. Die Drohungen Nordkoreas gegen Staaten, die sich an einem Angriff auf Nordkorea beteiligen würden, sowie der Druck ihrer Verbündeten auf die USA, haben nun dazu geführt, dass US-Staatssekretär Rex Tillerson Nordkorea wieder zu Verhandlungen einladen darf, zumindest so lange, „bis die erste Bombe fällt“.

Verhandlungen scheinen endlich möglich

Dass sich Kim Jong-Un nun ziert, muss als eine Aktion zur Gesichtswahrung und zum Erzielen einer möglichst guten Ausgangslage für die Verhandlungen beurteilt werden. Die Art und Weise, ob und wie diese Verhandlungen nun in die Wege geleitet werden, wird ein Indikator sein, der aufzeigen wird, ob die USA ihr Verhandlungsangebot wirklich ernst meinen. Verhandlungen mit den USA sind das Ziel Kim Jong-Uns, der endlich einen Friedensvertrag mit den USA und Garantien für den Frieden will. In einem weiteren Schritt ist es das Ziel Kim Jong-Uns, dass Atomwaffen weltweit abgeschafft werden, so ähnlich wie das mit den chemischen Waffen zurzeit geschieht. Im Hintergrund sollen die Gespräche zwischen Nordkorea und den USA weiterlaufen.
 

Für Jimmy Carter sind Verhandlungen der Weg zum Frieden

Jimmy Carter ist ein fundierter Kenner Nordkoreas und pflegte gute Beziehungen zur damaligen Führung des kleinen Landes. Dieses Video erklärt, warum seiner Meinung nach nur Verhandlungen die Nordkorea-Krise lösen können:
ZENSUR. Dieses Video ist auf Youtube nicht mehr verfügbar:
 Wir ersetzen es nun durch dieses thematisch ähnliche Video:

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