SOLLEN DIE SCHULEN TROTZ CORONAKRISE DEN PRÄSENZUNTERRICHT WIEDER AUFNEHMEN?

Soll an den obligatorischen Schulen der Präsenzunterricht im Klassenzimmer trotz Coronakrise bereits wieder aufgenommen werden? Dieser Artikel befasst sich ausschliesslich mit dieser Frage und vergleicht die entgegengesetzten Standpunkte der Starvirologen Prof. Dr. Christian Drosten und dem Schweizer Arzt Daniel Koch.


Nachtrag vom 8. Mai 2020.

Bio-Gefahr
Bio-Gefahr

Am 3. Mai 2020 gab es nur noch 53 Neuinfizierte pro Tag in der Schweiz. Seit dem 27. April 2020 gelten erste, leichte Lockerungen. So dürfen Coiffeure, Baumärkte und Gartencenter wieder geöffnet haben. Am 7. Mai 2020 stieg nun die Zahl der Neuansteckungen mit dem Coronavirus erstmals wieder an, und zwar auf 81. Das zeigt, dass der bisherige, günstige Verlauf auf die konsequente Quarantäne zurückzuführen war.

Unter diesen Umständen von wieder steigenden täglichen Neuinfektionen nun am 11. Mai 2020 in den Schulen den Unterricht im Klassenzimmer wieder aufzunehmen ist völlig unangebracht. Diese Wiederaufnahme des Klassenunterrichts kann sich zu einem wahren Drama entwickeln. Schüler, deren Eltern zu einer Risikokategorie gehören, können so bereits bald Waisen sein. Die Schulen in einer Zeit mit steigenden Zahlen an Neuinfektionen zu öffnen, ist unverantwortlich.


Wer ist Starvirologe Prof. Dr. Christian Drosten?

Prof. Dr. Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin, hat den „Sonderpreis für herausragende Kommunikation der Wissenschaft in der Covid19-Pandemie“ erhalten. Er ist die Stimme Deutschlands in dieser schweren Zeit der Coronavirus-Pandemie.

Wer ist Starvirologe Daniel Koch?

Daniel Koch (* 13. April 1955) ist ein Schweizer Arzt und Bundesangestellter. Er war von 2008 bis 2020 Leiter der Abteilung «Übertragbare Krankheiten» beim Bundesamt für Gesundheit (BAG). Am 1. April 2020 übernahm Stefan Kuster seine Stellung in der Behörde. Koch arbeitet bis zur Bewältigung der Pandemie mit dem Titel «Delegierter des BAG für COVID-19» und vertritt das BAG weiterhin in der Öffentlichkeit.

Leider gibt es aus der Schweiz keine Videos darüber, wie die Schule während der Coronavirus-Pandemie aussehen könnte. Das folgende Video aus Deutschland zeigt ein mögliches Modell, bei dem jeweils die halbe Klasse Unterricht im Klassenzimmer geniesst, während die andere Hälfte der Schüler zu Hause mittels Home Schooling lernt.

Sollen die obligatorischen Schulen bereits wieder zum normalen Präsenzunterricht im Klassenzimmer übergehen?

CoronavirusIn diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob Kinder das Coronavirus genau so leicht übertragen können, wie Erwachsene.

Obligatorische Schule mit Präsenzunterricht im Klassenzimmer
Obligatorische Schule mit Präsenzunterricht im Klassenzimmer. Besteht die Gefahr, dass sich die Kinder mit dem Coronavirus gegenseitig anstecken? Können die empfohlenen Abstände eingehalten werden? Gibt es genügend Desinfektionsmittel? Können die Schüler oft die Hände waschen?

Prof. Dr. Christian Drosten verweist in dieser Frage auf eine Studie, die unter seiner Leitung am Institut für Virologie an der Berliner Charité erstellt wurde. Diese Studie zeigt auf, dass bei einer Infektion mit dem SARS-CoV-2 Virus sich bei Kindern und Jugendlichen im Rachen genauso viele Viren wie bei Erwachsenen entwickeln. Der Forscher warnt denn auch vor dem Präsenzuntericht im Klassenzimmer.
https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_87795442/christian-drosten-zur-corona-lage-virologe-warnt-vor-oeffnung-der-schulen-.html

Der kurz vor seiner Pensionierung stehende Corona-Delegierte Daniel Koch (65) vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) versicherte, dass Kinder praktisch nicht infiziert werden und das Virus folglich auch nicht weitergeben könnten. Umarmungen von Enkeln und Grosseltern seien deshalb unproblematisch. Auch sollen am 11. Mai die Volksschulen wieder öffnen.

Gemäss Blick soll Prof. Dr. Christian Drosten von seinen erst gerade publizierten Forschungsergebnissen bereits wieder zurückgekrebst sein, was ich allerdings bisher nicht verifizieren konnte.
https://www.blick.ch/news/politik/medienkonferenz-um-14-uhr-wie-gefaehrlich-sind-unsere-kinder-wirklich-id15870693.html

Wem sollen wir nun unser Vertrauen schenken?

In der Schweiz soll am 11. Mai 2020 der normale Präsenzunterricht im Klassenzimmer wieder aufgenommen werden. Was, wenn Daniel Koch sich irrt und Kinder genauso ansteckend sind, wie Erwachsene?

Für mich ist da gar nichts klar. Wenn nun Daniel Koch nicht Recht hat, dann kann die Wiederaufnahme des normalen Schulbetriebs in einem wahren Drama enden. Es genügt ein Kind, das infiziert ist, um eine ganze Klasse anzustecken, bevor das Kind überhaupt selber weiss, dass es das Coronavirus in sich trägt. Kinder, deren Eltern einer Risikogruppe angehören, könnten so innerhalb kurzer Zeit zu Waisen werden. RIP

Ich bin der Meinung, dass man das Home Schooling so lange beibehalten sollte, bis zur Ansteckungsgefahr durch Kinder gesichertes Wissen vorliegt. Alles andere ist grobfahrlässig. Solange wissenschaftliche Untersuchungen zu so widersprüchlichen Resultaten führen, kann es nur eine Handlungsoption geben:

Den sicheren Weg wählen
und keine Risiken eingehen!

home schooling
Home Schooling für die ganze oder halbe Klasse ist eine gute Lösung, wenn im Klassenzimmer sichere Abstände nicht eingehalten werden können.

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